Rehbrunft in Baden-Württemberg: Jetzt besonders wachsam fahren

Von Mitte Juli bis Mitte August ist in Baden-Württemberg die Paarungszeit der Rehe. In dieser Zeit sind vor allem die Böcke besonders aktiv, oft unberechenbar unterwegs und queren auch tagsüber plötzlich Straßen, Feldwege oder Waldabschnitte.

Gerade an Wald- und Feldrändern, in der Nähe von Wiesen sowie auf wenig befahrenen Straßen ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Wer seine Geschwindigkeit reduziert, aufmerksam bleibt und bremsbereit fährt, kann im Ernstfall entscheidende Meter gewinnen.

Wichtig ist auch: Ein Reh kommt selten allein. Taucht ein Tier am Straßenrand auf oder überquert bereits die Fahrbahn, muss immer mit weiteren Tieren gerechnet werden. Bei Wildwechsel gilt: kontrolliert bremsen, nicht ausweichen, Fernlicht ausschalten und hupen.

Wachsam fahren schützt Menschenleben und bewahrt auch unsere heimische Tierwelt.

Goldschakal in Baden-Württemberg: Bestand steigt drastisch, Grün-Schwarz bleibt untätig

Die Zahl der Goldschakale in Baden-Württemberg ist deutlich angestiegen: Dies ergab eine Kleine Anfrage des jagdpolitischen Sprechers der AfD-Landtagsfraktion Udo Stein. Nach einer Auswertung der Nachweisdaten der Landesregierung (Drucksache 18/13) wurden bis 2025 nämlich insgesamt mindestens 33 Welpen, Elterntiere und territoriale Rüden nachgewiesen. Allein im Jahr 2025 kamen zehn weitere Tiere aus Reproduktion hinzu, während es 2020 noch ein einzelner territorialer Rüde war.

Universitäre Studien legen dabei eine Dunkelziffer von 60 bis 80 Prozent nahe. Der reproduktive Schwerpunkt liegt in den Landkreisen Konstanz, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen.
Der Abgeordnete Udo Stein kommentiert die Antwort der Landesregierung folgendermaßen: „Das Ministerium liefert Zahlen zu reproduktiven Goldschakalen, die aufrütteln müssen – von einem territorialen Rüden im Jahr 2020 ist man in kürzester Zeit auf 33 offiziell nachgewiesene Welpen und Elterntiere gekommen. Selbst erkennt man die Brisanz dieser Fakten aber nicht und behauptet stattdessen, der Goldschakal sei kein Neozoon.

Dies ist jedoch umstritten; so oder so muss außerdem jedes weitere Risiko für den Bestand seit Jahrtausenden hierzulande heimischer Wildtiere gewährleistet werden. Hinzu kommt mindestens ein Nutztierriss. In Bayern hat man die Zeichen der Zeit erkannt und den Goldschakal ins Jagdrecht aufgenommen, während er in Tirol sogar ganzjährig bejagt werden darf. Dass es dabei in Wirklichkeit um den Schutz tatsächlich gefährdeter Arten geht, verstehen großstadtgrüne Ideologen jedoch offenbar nicht“, stellt der Abgeordnete Udo Stein abschließend fest. Pragmatik statt Naivität sei beim Goldschakal daher – wie auch beim Wolf – das jagdpolitische Gebot der Stunde.

📺 Weitere Informationen dazu gibt es im Livestream von Wolfinfo Aktuell:
www.youtube.com/watch?v=zhIo1yJjRLE

Die Landesregierung muss mehr gegen den massenhaften Mähtod unternehmen! Rehkitzrettung per Drohne – eine Herzensangelegenheit für jeden Tierfreund

Drohnen sind derzeit vor allem wegen zweier Kriege in aller Munde. Dabei sind sie auch bei weitaus angenehmeren Themen unverzichtbar.

Drohnen werden hierzulande nämlich sehr effektiv dafür verwendet, um Rehkitze, die noch keinerlei Fluchtreflexe haben, vor dem Vermähen zu retten. Mit Wärmebildkameras können solche qualvollen Todesfälle deutlich reduziert werden. Weil mir dies als Tierfreund ein Herzensanliegen ist, engagiere ich mich seit Jahren in diesem Bereich. Bei aller Empathie für einen einzelnen Wal sollten wir nämlich nicht unsere eigenen Wildtiere vergessen.

Dies ist jedoch keine reine Privatinitiative. Die Anschaffung geeigneter Drohnen durch Jägervereinigungen und eigene Kitzrettungsvereine wird vielmehr seit Jahren vom Bund gefördert. Klar ist aber auch: Hier muss noch mehr passieren, weil man so mit relativ überschaubaren Summen viel Tierleid verhindern kann.

Zudem hat das Land Baden-Württemberg dabei eine umfangreichere Unterstützung zu leisten, etwa bei der Koordination der Förderung. Denn es kann nicht sein, dass 2025 in Baden-Württemberg nur 58 entsprechende Drohnen gefördert wurden – in Bayern mit seiner knapp doppelt so großen Fläche waren es 185, also gut dreimal so viele, und sogar im knapp halb so großen Schleswig-Holstein gab es 93 geförderte Drohnen.

2026 müssen wir hier besser werden, damit in Baden-Württemberg weniger Rehkitze dem Mähtod zum Opfer fallen. Natürlich stehen Ihnen als Bürgern zudem diverse Spenden- und Unterstützungsmöglichkeiten bei lokalen Jäger- und Rehkitzrettungsvereinigungen offen.